Neue DIN EN ISO 14001: 2026 veröffentlicht

Die überarbeitete Norm ist am 15.04.2026 veröffentlicht worden und ersetzt die ISO 14001:2015 einschließlich der im Jahr 2024 publizierten Ergänzung zum Klimawandel.

Eine wichtige Prämisse für die Überarbeitung war es, bestehende Anforderungen zu präzisieren und gleichzeitig die Einführung neuer Anforderungen zu begrenzen. Darüber hinaus wurde die Norm an die neueste Version der Harmonisierten Struktur (HS) der ISO für Managementsystemnormen angepasst.

Anwender der ISO 14001:2026 müssen sich künftig stärker mit den Folgen des Klimawandels, erweiterten Umweltaspekten sowie klar definierten Anforderungen zur Planung und Steuerung auseinandersetzen

 

Wesentliche Änderungen:

Ø  Klimawandel als verpflichtender Bestandteil
Klimaaspekte werden vollständig in die Norm aufgenommen und müssen systematisch im Umweltmanagement berücksichtigt werden.

Ø  Erweiterte Umweltaspekte
Die Norm bezieht Biodiversität, Ressourcenverfügbarkeit und Verschmutzungsniveaus stärker ein. Damit steht ISO 14001:2026 im Einklang mit der EU-Circular-Economy-Strategie. Das bedeutet auch höhere Anforderungen an die Lebenszyklusbetrachtung.

Ø  Präzisierte risikobasierte Planung
Risiko-/Chancenidentifikation und Maßnahmenplanung werden klarer als bisher strukturiert.

Ø  Mehr Kontrolle in der Lieferkette
Höhere Anforderungen an externe Prozesse, vor- und nachgelagerte Lieferketten sowie deren Dokumentation und Nachweisführung.

Ø  Geschärfte Verantwortlichkeit des Managements
Das Top-Management muss Umweltaspekte sichtbarer steuern und die Weiterentwicklung der Umweltleistung aktiv vorantreiben.

Mit der Veröffentlichung beginnt eine Übergangsfrist von drei Jahren. Zertifikate, die nach ISO 14001:2015 ausgestellt wurden, müssen demnach bis spätestens Ende April 2029 auf die Neuausgabe

umgestellt werden, bei Rezertifizierungen sogar schon früher.

-        Befassen Sie sich so früh wie möglich mit den Änderungen der revidierten Norm.

-        Beginnen Sie rechtzeitig mit den Vorbereitungen für die Umstellung und planen Sie die Änderungen langfristig.

-        Identifizieren Sie erforderliche Anpassungen und legen Sie Maßnahmen und Verantwortlichkeiten fest, z.B. im Rahmen einer GAP-Analyse

Wir unterstützen Sie gern bei der Umstellung auf die neue Norm. Bitte sprechen Sie uns an.

Kontakt:

Susanne Hedicke

Dipl.-Ingenieur

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