Störfallrelevante Anlagen - angemessene Sicherheitsabstände

am 07.10.2020 in Halle
(Terminverlegung vom 09.06.2020)

Uhrzeit: 10.00 - 14.30 Uhr

Veranstaltungsort: Dorint Hotel Halle (Saale), Dorotheenstraße 12, 06130 Halle (Saale)

Ziel: Vermittlung von Grundkenntnissen zur Thematik angemessene Sicherheitsabstände, Bewusstsein schaffen, wann eine Ermittlung notwendig ist, Instrumente zur Ermittlung vorstellen und Grenzen der Methodik sowie verbleibende Spielräume.

Die Kosten betragen Kosten: 300,00 € zzgl. Mehrwertsteuer.

Programm:

Inhalt Referent

Angemessener Sicherheitsabstand – ein fast neuer Begriff im Verwaltungsrecht

  • Auslöser für die Ermittlung und Nutzung als Bewertungsgröße
  • Anforderungen dem Immissionsschutzrecht: Bewertungsgröße im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren (§ 15 Abs. 2a, § 16a), Anforderungen aus der Störfallverordnung (§ 6 Abs. 3 Nr. 3 und § 9 Abs. 1 Nr. 5)
  • Raumbedeutsame Planungen als Auslöser (Änderung oder Neuerstellung von Bebauungsplänen, Ansiedlungen im Umfeld von Betriebsbereichen nach Störfallverordnung)
  • Anzeigeverfahren für nicht genehmigungsbedürftige Anlagen und störfallrechtliches Genehmigungsverfahren (§ 23a und § 23b BImSchG)
E. Münich

Ermittlung des angemessenen Sicherheitsabstandes – Szenarienentwicklung, Modelle zur Ermittlung und Modellansätze

  • Einleitend mit konkretem Beispiel beginnen und durch den Vortrag „mitführen“ zur besseren Verständlichkeit
  • Vorgaben zur Ermittlung (KAS-18 und „TA Abstand“ in Planung)
  • generelle Vorgehensweise (mit und ohne Detailkenntnisse, grundlegende Szenarienarten, Bewertung des Stoffinventars)
  • Auswahl von Referenzstoffen, Berücksichtigung von gefährlichen Abfällen
  • Methodik der Szenarienauswahl
  • Modelle der Berechnung (Ausweisen der grundlegenden Parameter und darstellen der Modellgrenzen und grundlegenden Annahmen, auch neue VDI 3783 vorstellen)
  • Abgeleitete Pflichten von Betreibern und Behörden
Herr Dr. Heinke (K. Beiner)

Schutzwürdigkeit von Objekten in der Nachbarschaft

  • Betriebswohnungen, Beispiel
  • Arten von Schutzobjekten (Definition nach §3 Abs. 5d BImSchG)
  • Entscheidungsgrundlagen zur Bewertung der Schutzwürdigkeit, Grenzfälle und Interpretationsspielraum
  • Vorgaben in Bebauungsplänen, Flächennutzungsplänen und die vorwiegende Nutzung im betrachteten Gebiet
  • Erläuterung zu wichtigen Verkehrswegen (Einstufungen nach Verkehrsaufkommen)
Herr Dr. Heinke

Angemessener Sicherheitsabstände – Allgemeine Bewertung und Auswirkung auf zukünftige Standortentwicklungen

  • Interpretationsspielräume, Berücksichtigung von Entwicklungsmöglichkeiten -> Auswirkungen für die Zukunft
  • Bedeutung im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren, Berücksichtigung von weitergehenden Schutzmaßnahmen (behördlicher Auslegungsspielraum) -> „sozioökonomische Abwägung“
  • Welche Informationen muss der Betreiber bereitstellen (Angaben zum Stoffinventar, Angaben zu Prozessbedingungen einschließlich Einlagerungs- und Verladevorgängen, Anschlüsse von Rohrleitungen und Drücke in den Leitungen, …)
  • Botschaft: sehr komplexes Thema, Betreiber muss mitwirken, BfU bringt das Wissen und die Erfahrung um Auswahl und Berechnung von Szenarien ein, kein Verfahren nach „Kochrezept“ -> immer individuell!
Herr Kühn

Referenten:

  • Herr Dipl.-Ing. Eduard Münich
    Herr Münich ist Leiter der Niederlassung Halle an der Saale und Leiter der anerkannten Sachverständigenorganisation nach § 52 AwSV. Er ist bekanntgegebener Sachverständiger nach §29a BImschG. Er betreut bundesweit Kunden in den Bereichen betrieblicher Umweltschutz, Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, sowie Anlagensicherheit.

  • Herr Dipl.-Ing. Marco Kühn, Sachverständiger nach § 29b BImSchV
    Marco Kühn ist als Diplom-Ingenieur (Studiengang Umwelttechnik) seit über 5 Jahren für die Betreuungsgesellschaft für Umweltfragen Dr. Poppe AG tätig. Er ist selbst u.a. Immissionsschutzbeauftragter, Störfallbeauftragter und Fachkraft für Arbeitssicherheit.
     
  • Herr Dr. rer. nat. Frank Heinke (Fachrichtung Chemie)
    Seit über 2,5 Jahren bei der Betreuungsgesellschaft am Standort Halle (Saale). Er ist ausgebildete Fachkraft für Arbeitssicherheit und befasst sich daneben mit Fragen des Störfallrechts und schwerpunktmäßig mit Ausbreitungsberechnungen und Ausweisungen von angemessenen Sicherheitsabständen im Rahmen von Gutachten nach KAS-18.


Anmeldungen bitte bis zum 01. Oktober 2020 - wir bitten um Verständnis, dass wir uns eine Stornierung bis zum 05. Oktober 2020 vorbehalten.

Kontakt

Betreuungsgesellschaft für
Umweltfragen Dr. Poppe AG
- Standort Halle-
Merseburger Straße 237
06130 Halle

Tel.: +49 (0)345 686977-0

E-Mail:

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