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Wehrtechnische Umweltverträglichkeitsanalysen

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat den Bedarfsträgern innerhalb der Bundeswehr (Bw) unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte bedarfs- und leistungsgerechtes Material bereitzustellen, welches sowohl im Ausbildungsbetrieb zu Friedenszeiten als auch unter operationellen Bedingungen sicher und den Umständen entsprechend umweltgerecht eingesetzt werden kann.

 

Zu erwartende Umweltbelastungen durch ein zu beschaffendes Gerät oder System sind mittels einer Umweltverträglichkeitsanalyse (UVA) darzustellen und zu bewerten. Diese Bewertung ist, sofern keine abweichenden Regelungen bzw. Ausnahmen durch das Bundesministerium für Verteidigung zugelassen wurden, in Anlehnung an die Verfahrensregelung Wirtschaft – Technik 205 Customer Product Management (CPM) zu erstellen. Ziel dieser Untersuchung ist die Analyse, Bewertung und  Dokumentation unvermeidbarer Beeinflussungen der Umwelt durch eingeführte Produkte bei ihrer Verwendung und bei ihrer Entsorgung nach Außerdienststellung. Gleichzeitig ist zu prüfen, inwieweit durch technische und organisatorische Maßnahmen den gesetzlichen Anforderungen des Umweltschutzes genügt werden kann.

 

Die Erstellung einer UVA hat in der Entwicklungsphase bzw. in der Versuchsmusterphase zu erfolgen und umfasst den kompletten Lebensweg des Produktes. Dementsprechend ist die Umweltverträglichkeitsanalyse über alle Phasen der Nutzung fortzuschreiben. Aus der Fortschreibung der UVA sollen frühzeitig Umweltgefährdungen erkannt werden, um geeignete Maßnahmen zur Minderung des Gefährdungspotentials zu entwickeln. Die Erstellung einer UVA basiert auf der Grundlage des vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) herausgegebenen Leitfadens zur Erstellung von Umweltverträglichkeitsanalysen.


Auf dem Gebiet der Wehrtechnik bietet die BfU AG folgende Leistungen an:

 

Umweltverträglichkeitsanalysen mit den Bestandteilen:

  • Erfassungsstruktur
  • Gewichtsbilanzierung
  • Vorschriftenmanagement
  • Technische Regelungen
  • Demilitarisierung
  • Bilddokumentationen

 

Die vorgenannten Leistungen können für unsere Kunden in der

  • Planungs- und Konstruktionsphase,
  • Beschaffungsphase,
  • Nutzungsphase,
  • Außerdienststellungsphase

geleistet werden:

 

Erarbeitung von Gefahrstofflisten

  • Identifizierung von Gefahrstoffen (z. B. Chrom-VI, Cadmium, Nickel, SVHC-Stoffe)
  • Beschaffung von Sicherheitsdatenblättern
  • Prüfung der umweltrechtlichen Zulässigkeit des Einsatzes von Gefahrstoffen im militärischen Bereich (z. B. nach RoHS, REACh, Biozidverordnung etc.)
  • umweltrechtliche Anforderungen ausländischer Staaten bzgl. des Einsatzes von Gefahrstoffen (europäisch und außereuropäisch)

 

Unterstützung bei der Erstellung von Anträgen zur Ausnahmegenehmigung von Stoffen

  • Ausnahmegenehmigungen sind im wehrtechnischen Bereich unter anderem im Zuge von Projekten für den Einsatzbedingten Sofortbedarf (ESB) immer wieder von Bedeutung.


Entsorgungskonzepte/Demilitarisierung

  • Erfassung der zu entsorgenden bzw. recyclingfähigen Stoffe im Rahmen der Demontage
  • Prüfung der zulässigen Verwertungs-/Entsorgungswege
  • Massenfeststellungen und Kostenanalysen

 

Technische Dokumentation

  • Instandsetzungsanweisungen
  • Übersetzung von technischen Dokumentationen
  • Sicherheitstechnische Beurteilung von Gebrauchsanweisungen
  • projektbezogene Unterstützung von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern
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