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Störfallverordnung

Schutz vor schweren Unfällen - Seveso-Richtlinie und 12. BImSchV

Die derzeitige Störfall-Verordnung (12. BImSchV) resultiert aus der sog. Seveso-II-Richtlinie und verfolgt den Zweck, den Schutz von Mensch und Umwelt vor den Folgen solcher Unfälle sicherzustellen.

 

Um den Vorgaben des Global Harmonisierten Systems zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS) bzw. der CLP-Verordnung zu entsprechen, wurde die Seveso-II-Richtlinie überarbeitet. Die inzwischen gültige und an GHS bzw. CLP-Verordnung angepasste Seveso-III-Richtlinie erfordert die Anpassung mehrerer Rechtsgrundlagen in Deutschland - u.a. der 12. BImSchV und des BImSchG.

 

Dies hat zum Teil erhebliche Auswirkungen auf den Weiterbetrieb von Industrieanlagen in Deutschland, da eine Vielzahl der betroffenen Anlagen in Gemengelagen (in der Nähe zu schutzbedürftigen Nutzungen) liegt. Neben Rechtsunsicherheiten insbesondere in Bezug auf das Planungsrecht und notwendige Schutzabstände kann u. U. der Entzug der Betriebsgenehmigung drohen. 

 

Die wichtigsten Änderungen der Seveso-III-Richtlinie betreffen die

 

  • Anpassung des Anwendungsbereichs der Störfall-Verordnung,
  • Information der Öffentlichkeit,
  • Maßstäbe für Inspektionen ,
  • verpflichtende Einführung eines Sicherheitsmanagementsystems und
  • Sicherheitsabstände zu Schutzobjekten

 

In Folge dessen empfiehlt sich für Unternehmen - insbesondere hinsichtlich des Vorhandenseins von gefährlichen Stoffen oder Gemischen - eine Überprüfung der Einstufung als Störfallbetrieb.

 

Die Einstufung als Störfallbetrieb hängt von den im Betriebsbereich vorhandenen Stoffen und Gemischen sowie deren maximalen Mengen ab. Hierbei ist zu beachten, dass ebenfalls gefährliche Stoffe oder Gemische berücksichtigt werden müssen, die durch Unfälle erst entstehen können. Auch Abfälle können störfallrelevante Stoffe sein (vgl. KAS 25).

 

Die Betreiber von Störfallbetrieben sind verpflichtet, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um Störfälle von vornherein zu vermeiden, auftretende Störfälle sofort zu erkennen und entsprechend zu handeln sowie deren Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt so weit wie möglich zu minimieren. Je nach Art und Größenordnung der im Betrieb verwendeten Stoffmengen können die Pflichten von Störfallbetrieben umfangreich sein.

Unsere Leistungen:

 

Gern unterstützen wir Sie insbesondere durch folgende Leistungen:

 

  • Beurteilung, ob Ihr Betrieb in den Anwendungsbereich der Störfall-Verordnung fällt
  • Bestimmung Ihrer Pflichten im Sinne der Störfall-Verordnung
  • Bestimmung von Sicherheitsabständen, Schutzabstände
  • Ausbreitungsrechnungen
  • Erstellung eines Konzeptes zur Verhinderung von Störfällen (Störfallkonzept)
  • Erstellung des Sicherheitsberichts
  • Implementierung und Weiterentwicklung des Sicherheitsmanagementsystems
  • Erstellung von Alarm- und Gefahrenabwehrplänen

sowie bei der Erstellung weiterer, erforderlicher Dokumentation.

Ein umfassendes Verzeichnis unserer Leistungen im Bereich Umweltschutz finden Sie hier:
Leistungsverzeichnis Umweltschutz

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