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Störfallbeauftragte

Sicherheit für Anlagen nach Störfallverordnung

Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz müssen Betreiber genehmigungsbedürftiger Anlagen einen Störfallbeauftragten bestellen, wenn in ihrem Betriebsbereich gefährliche Arbeitsstoffe in großen Mengen vorhanden sind oder sein können. Der Störfallbeauftragte ist gegenüber der Aufsichtsbehörde anzuzeigen.

 

Betroffen sind grundsätzlich alle Anlagen, die in der Störfallverordnung genannt sind (z.B. große Lageranlagen für Spraydosen oder Flüssiggase oder Ammoniakkälteanlagen).

 

Der Störfallbeauftragte berät den Anlagenbetreiber in allen Angelegenheiten, die für die Sicherheit der Störfallanlage bedeutsam sein können. Hierzu gehören nach § 58 b Bundes-Immissionsschutzgesetz u.a.:

  • Unterstützung der Führungskräfte zur Erhaltung und Verbesserung der Anlagensicherheit;

  • Auswertung von Störfällen und Übertragung von Schutzmaßnahmen auf den eigenen Betrieb,

  • Überwachung des bestimmungsgemäßen und rechtskonformen Betriebes der Anlagen in regelmäßigen Abständen,

  • Durchführung von Störfallaudits,

  • Unterrichtung des Betriebes über relevante Änderungen der anlagenspezifischen Rechtsvorschriften,

  • Information der Öffentlichkeit nach § 11 der Störfallverordnung,

  • Behördenkommunikation und Begleitung von behördlichen Überwachungsterminen.

 

Daneben kann der Störfallbeauftragte an der Erstellung und Weiterentwicklung der nach der Störfallverordnung geforderten Sicherheitsdokumentation mitwirken. Dies umfasst z.B.:

  • Erstellung und Fortschreibung des Sicherheitsberichts,

  • Erstellung und Fortschreibung des Alarm- und Gefahrenabwehrplan,

  • Implementierung und Weiterentwicklung des Sicherheitsmanagementsystems,

  • Fortschreibung von Brand- und Explosionsschutzkonzepten.
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