DE EN

Reduzierung unfallbedingter Kosten

Best Practice Case

Aufgabenstellung
Ein jeder Arbeitsunfall verursacht Kosten für den Arbeitgeber. Dennoch wird von Arbeit-geberseite oftmals bezweifelt, dass die Einführung von betriebsinternen Arbeitssicherheits-managementsystemen, bzw. den entsprechenden projektbegleitenden Maßnahmen diese Kosten soweit senken kann, dass sich die Investitionen refinanzieren lassen.

Unsere Leistungen
Um diesen Bedenken entgegenzutreten werden im Folgenden einmal die typisch anfallen-
den Kosten eines Arbeitsunfalls dargestellt. Daraufhin wird mit bekannten, wie auch einem innovativem Instrument des Arbeitssicherheitsmanagements geprüft, inwieweit Ein-
sparungen dieser typischen Kosten tatsächlich möglich sind. 

Kosten bei einem Arbeitsunfall

  • Fehlkosten, die aufgrund innerbetrieblicher Probleme bei der Umorganisation
    von Arbeit und dergleichen entstehen können
  • Krankheitskosten in Gestalt von Entgeltfortzahlungskosten
  • Steigende BG-Beitragskosten im Rahmen des Nachlass/Zuschlagsverfahren  


Möglichkeiten der Kostenreduzierung:

Arbeitssicherheitsmanagementsysteme (klassisch)

  • OHSAS 18001 
  • SCC (Safety Certificate for Contractors)
  • OHRIS (Occupational Health- and Risk- Managementsystem)

 

Unbekannteres Instrument: Das „Restricted Work“ Prinzip

Die Grundidee des „Restricted Work (Schonarbeitsplätze)“ Prinzips ist zu überprüfen, ob Arbeitnehmer, die aufgrund einer Verletzung normalerweise als arbeitsunfähig gelten würden anderweitig im Betrieb einzusetzen sein könnten. Sollte solch eine Überprüfung ergeben, dass anderweitige Einsätze denkbar erscheinen, würde den Arbeitnehmern ein entsprechendes Angebot gemacht werden.


Folgendes ist bei einer vorzeitigen Rückkehr in den Job trotz Krankmeldung zu beachten: Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gibt Aufschluss darüber, wie lange der Arbeitnehmer voraussichtlich krank sein wird. In gewissem Rahmen und wenn bestimmte Voraussetzungen beachtet werden, kann ein Krankgeschriebener aber auch während der attestierten Arbeitsunfähigkeit arbeiten. Das ist allerdings nur dann erlaubt, wenn die berufsgenossenschaftliche oder kassenärztliche Heilbehandlung nicht negativ beeinflusst wird. Wenn die Frage ansteht, ob die vor dem Unfall ausgeübte Tätigkeit wieder vorzeitig aufgenommen werden darf, muss ein Arzt, am besten der behandelnde Arzt, eingeschaltet werden. Der beurteilt dann, ob die Gefahr besteht, dass sich dadurch der Gesundheits-
zustand des Versicherten verschlimmern könnte. An der Krankschreibung ändert eine solche Beurteilung aber nichts, sie bleibt bestehen.

Es kann außerdem kein Arbeitnehmer dazu gezwungen werden, einer solchen Versetzung auf einen Schonarbeitsplatz zuzustimmen. Er ist lediglich dazu verpflichtet, eine andere als die bislang ausgeübte Tätigkeit anzunehmen, wenn sie dieser ähnlich ist.

Eine vorzeitige Aufnahme eines „Restricted Work-Arbeitsplatzes“ (bei Annahme des Angebots binnen drei Tagen), hat keine Auswirkung auf die Meldepflichtigkeit (nach §193 SGB VII) eines Unfalls. Um die Vorgänge zu beschleunigen und unnötige Komplikationen zu vermeiden, sollte man versuchen „Restricted-Work-Arbeitsplätze“ über eine freiwillige Betriebsvereinbarung nach §88 Nr. 1 BetrVG zu installieren.

Ergebnis für den Kunden
Das „Restricted Work Prinzip“ ist eine innovative Möglichkeit zur Senkung der Folgekosten von Arbeitsunfällen.

Startseite | Kontakt | Sitemap | Impressum | Datenschutz
© BfU-AG