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Erstellung von Sicherheitsdatenblättern

Rechtskonforme Erstellung und Nachverfolgung von SDB

Sicherheitsdatenblätter liefern alle Informationen, die Verwender zum beruflichen Umgang mit Chemikalien brauchen. Dazu gehören u.a. detaillierte Angaben zur Zusammensetzung des Produktes, zu möglichen Gefährdungen und zur sicheren Handhabung, Lagerung und Transport.

 

Wer muss Sicherheitsdatenblätter (SDB) erstellen?

 

  • Hersteller, Importeure oder Händler (Lieferanten eines Produktes) müssen Sicherheitsdatenblätter spätestens bei der ersten Lieferung kostenlos und ohne gesonderte Anforderung in schriftlicher oder elektronischer Form zur Verfügung stellen.
  • Im Handel müssen Sicherheitsdatenblätter zwar nicht ausliegen, aber ein beruflicher Anwender kann auch als Kunde in einem Baumarkt, einer Drogerie oder anderen Geschäften grundsätzlich ein Sicherheitsdatenblatt verlangen. Der Händler ist dann verpflichtet, ihm dieses zur Verfügung zu stellen.
  • Reine Anwender von Chemikalien müssen Sicherheitsdatenblätter nicht selbst erstellen. Allerdings muss der betriebliche Verwender prüfen, ob ein Sicherheitsdatenblatt für eine Chemikalie vorgeschrieben ist und ob es im eigenen Betrieb vorliegt.

 

Wann muss für ein Produkt ein Sicherheitsdatenblatt erstellt werden?

 

Gemäß Artikel 31 der REACH-Verordnung muss der Lieferant eines Stoffes oder eines Gemisches dem Abnehmer ein Sicherheitsdatenblatt zur Verfügung stellen, wenn

  • der Stoff die Kriterien für die Einstufung als gefährlich gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 erfüllt oder wenn das Gemisch die Kriterien für die Einstufung als gefährlich gemäß der Richtlinie 1999/45/EG erfüllt oder
  • der Stoff persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT) oder sehr persistent und sehr bioakkumulierbar (vPvB) gemäß den Kriterien des Anhangs XIII ist oder
  • der Stoff in die Kandidatenliste (gemäß Artikel 59) aufgenommen wurde.

 

Ein Anwender kann außerdem ein Sicherheitsdatenblatt für ein Gemisch anfordern, wenn die Kriterien zur Einstufung als gefährlich zwar nicht erfüllt sind, aber

  • mindestens ein gesundheitsgefährdender oder umweltgefährlicher Stoff, ein PBT- oder vPvB-Stoff oder ein Stoff, der in die Kandidatenliste (gemäß Artikel 59) aufgenommen wurde, in einer festgelegten Konzentration unterhalb der Einstufungsgrenze, enthalten ist, oder
  • ein Stoff enthalten ist, für den es gemeinschaftliche Grenzwerte für die Exposition am Arbeitsplatz gibt.

 

Welche Anforderungen an Sicherheitsdatenblätter sind zu beachten?

 

Die Anforderungen an das Sicherheitsdatenblatt werden durch die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH), besonders durch Artikel 31 in Verbindung mit Anhang II festgelegt.

 

Sicherheitsdatenblätter müssen gemäß REACH-Verordnung aktualisiert werden, wenn z. B. Einstufung und Kennzeichnung geändert sind, Hinweise auf krebserzeugende, erbgutverändernde und fortpflanzungsschädigende Gefährdungen gegeben sind oder neue Grenzwerteinstufungen erfolgen.

 

Das Sicherheitsdatenblatt muss dem Abnehmer in einer Amtssprache des entsprechenden Landes, in dem der Stoff oder das Gemisch in Verkehr gebracht wird, vorgelegt werden. Es sei denn der Mitgliedstaat bestimmt etwas anderes.

 

Der Lieferant eines Produktes ist dafür verantwortlich, dass das Sicherheitsdatenblatt fachlich richtig und vollständig ausgefüllt ist. Wichtig ist, dass dieses Dokument regelmäßig an den aktuellen Stand des Wissens angepasst wird.

 

Sicherheitsdatenblätter dürfen nur von fachkundigen Personen erstellt werden.

 

Gerne erstellen wir die Sicherheitsdatenblättern für Ihre Produkte oder prüfen und aktualisieren Ihre bestehenden Sicherheitsdatenblätter mit unserem interdisziplinären Team.

 

Die Erstellung unserer Sicherheitsdatenblätter erfolgt auf der Grundlage der REACH-Verordnung und orientiert sich an den "Leitlinien zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern" der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), sowie der Bekanntmachung 220 "Sicherheitsdatenblatt" des BMAS, die die Erstellung der Abschnitte des Sicherheitsdatenblattes unterstützt, in denen nationale Vorgaben und Erkenntnisse zu berücksichtigen sind oder zu denen der Leitfaden der ECHA keine Aussagen macht.

 

Weitere Informationen zu Anforderungen und Voraussetzungen sowie zu erweiterten Sicherheitsdatenblättern finden Sie hier.

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